Die SPD-Ratsfraktion spricht sich für Windenergieanlagen in Bürgerhand aus. "Dem Vorhaben der großen Energieproduzenten, auch hier in Göttingen mit Windkraftanlagen Fuß zu fassen, stehen wir kritisch gegenüber - vorab sollte mit den Eigentümern von Flächen und Anliegern immer die Möglichkeit einer lokal getragenen Lösung,“ also Bürger-Windparks, geprüft werden, erklären die sozialdemokratischen Baupolitiker Christian Henze und Andreas Klatt.
“Der Wechsel der Energiesysteme hin zu kleineren, dezentralen Einheiten bietet Göttingens Bürgerinnen und Bürgern verstärkt die Möglichkeit, die Energieversorgung in die eigene Hand zu nehmen und davon zu profitieren,“ so Andreas Klatt, Mitglied im Bauausschuss. So seien heute mehr als 50 % der in Deutschland installierten Anlagen zur Stromerzeugung aus regenerativen Quellen bereits in der Hand von Privatpersonen und Landwirten.
„Wir halten Bürgerenergieparks für einen Einstieg in zukunftsweisende, ökologische und konzernunabhängige Energieerzeugung, die allen Bürgern unabhängig von der Größe ihres Vermögens möglich sein muss,“ erklärt Christian Henze, Vorsitzender des Bauausschusses. Henze weiter: „Windräder in Göttingen ja, aber nicht mit Großkonzernen lautet unsere Devise. Wir stehen dem Thema „Windenergie“ für Göttingen sehr positiv gegenüber, dabei ist es jedoch wichtig die Menschen auf diesem Weg mitzunehmen und sich intensiv mit den Argumenten der Kritiker auseinanderzusetzen und bereits bei der Planung zu berücksichtigen“,
„Jetzt, da Kernkraftwerke endlich abgeschaltet sind oder werden, müssen andere Formen der Energieerzeugung forciert werden, um großflächig regenerative Strom zu erzeugen sind Bürgerwindparks eine Möglichkeit die Energiewende in Göttingen voranzubringen“
Für uns muss das Motto lauten: „Die Energiewende vor Ort richtig gestalten – kommunale Wertschöpfung und Bürgerpartizipation mit Erneuerbaren Energien“, sind sich Henze und Klatt einig.