Anfrage des Göttinger Tageblattes

Frank-Peter Arndt

Zum Antrag der CDU-Ratsfraktion Göttingen.

Die Stadt soll prüfen, ob die Kulturlandschaft in Göttingen durch die Einrichtung einer „Offenen Bühne“ während der Corona-Pandemie unterstützt werden kann.

1)      Werden Sie den Vorschlag mittragen?

Zu 1)

„Wir unterstützen alle sinnvollen Maßnahmen, um die Kultur in diesen schwierigen Zeiten zu stärken,“ so der Kulturausschussvorsitzende Frank-Peter Arndt. Die Förderung von Kunst und Kultur belebt das gesellschaftliche Zusammengehörigkeitsgefühl und ist somit kein verlorener Zuschuss. Sie ist eine Investition in unsere Gesellschaft und unsere Zukunft. Daher werden wir den Prüfauftrag natürlich unterstützen.

2)      Wie groß schätzen Sie die Nachfrage nach Kulturangeboten, gerade während der Pandemie, ein?

Zu 2)

In Coronazeiten waren insbesondere Online-Formate unterschiedlichster Künster*innen nachgefragt. Die Menschen sehnen sich jedoch auch wieder nach Kulturangeboten die sie direkt spüren können. Auch für die Künstler*innen ist der direkte Kontakt und ein direktes Feedback von großer Bedeutung. Schon jetzt zeigt sich eine starke Nachfrage an real erlebbaren Veranstaltungen. Da ist es hervorragend, das DT, JT und die zweite Kinospielstätte Melies mit ihren Programmen beginnen. Bei guten Hygiene-Konzepten wird der Bedarf an kulturellem Erleben weiter zunehmen, insbesondere für die Kleinkunst und Kabarett.

3)      Gibt es Alternativvorschläge aus Ihrer Fraktion, um die Kulturschaffenden zu unterstützen? Wenn ja, welche?

Zu 3)

Bereits für die Juli-Ratssitzung hat die SPD-Ratsfraktion Göttingen einen Antrag zur Kulturförderung gestellt. Titel des Antrages: „KUNST unterstützen – KUNST-Gala in Zeiten der Pandemie fördern.“ Eines unserer zentralen Ziele ist es hierbei, unsere Kulturwirtschaft in Göttingen in dieser schwierigen Zeit zu unterstützen und damit die große Vielfalt besonders der kleinen Einrichtungen zu erhalten. Dazu haben wir einen einmaligen Förderansatz von 25.0000 Euro gefordert.

4)      Wo sehen Sie die größten Schwierigkeiten bei der Umsetzung einer Offenen Bühne? Wo könnte sich diese befinden –  denn im Hinblick auf die kalte Jahreszeit steht open air ja eigentlich außer Frage?

Zu 4)

Geeignete Räume soll ja laut Antrag gerade die Verwaltung suchen. Wir werden den Ergebnissen der Prüfung offen gegenüberstehen. Leider ist während der Sommerzeit ein Open-Air- Angebot im Alten Botanischen Garten im Zusammenwirken mit dem Deutschen Theater aufgrund Bedenken der Universität nicht zustande gekommen. Auch Indoor wird es nicht einfacher werden, geeignete Räumlichkeiten zu finden. Wir würden uns mit den Künstler*innen freuen, wenn die Verwaltung Räumlichkeiten unter Corona-Hygiene-Bedingungen finden würde. Die Stadthalle fällt leider aus und für den Bau z.B. einer Kalthalle auf dem MUSA-Gelände fehlen leider die Mittel und ließe sich vermutlich auch nicht kurzfristig realisieren.