SPD: Keine voreilige Schließung der Käthe-Kollwitz-Schule!

Heinrich-heinehs

Die Heinrich-Heine-Schule in Grone soll nach dem Willen der SPD zur IGS werden.

 

Vor einem schulpolitischen Schnellschuss mit unabsehbaren Folgen hat die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Göttingen den städtischen Schuldezernenten Ludwig Hecke gewarnt. Die Berichte über eine mögliche Schließung der Käthe-Kollwitz-Schule in Geismar seien alarmierend, erklärte Fraktionsvorsitzender Tom Wedrins. Die Überlegungen der Verwaltung seien bislang „wenig überzeugend“.

Die Überlegungen der Verwaltung seien bislang „wenig überzeugend“. Schließlich hätten alle Hauptschulen mit sinkenden Anmeldezahlen zu kämpfen. „Es macht keinen Sinn, ohne Gesamtkonzept nur über eine Schule zu entscheiden“, warnte Wedrins. Eine Umorganisation oder gar Schließung der Käthe-Kollwitz-Schule führe nur dazu, dass die Schüler zur Heinrich-Heine-Hauptschule fahren müssten. „In einigen Jahren gibt es dann die nächste Diskussion um den nächsten Notnagel“, befürchtet die SPD-Ratsfraktion. Die man-gelnde Akzeptanz der Hauptschulen sei mittels Verschiebebahnhof nicht lösbar. Alleinständi-ge Hauptschulen böten Eltern und Schülern zu geringe Chancen auf einen Bildungsaufstieg, dies sei das Ergebnis der Schulpolitik der Landesregierung. „Deshalb müssen wir die Chance nutzen, um etwa am Schulstandort der Heinrich-Heine-Schule eine zukunftsfähige Schulform anzubieten, die allen Schülern gute Bildungschancen gibt“, wirft Wedrins ein.
„Wir fühlen uns genauso überrumpelt, wie Eltern, Lehrer und Schüler“, kommentiert der SPD-Stadtverbandsvorsitzende Gregor Motzer die Berichte über die Käthe-Kollwitz-Schule. So dürfe Schulentwicklung auf keinen Fall betrieben werden. „Die SPD hat für den Landkreis ein überzeugendes Konzept für mehr Gesamtschulen vorlegt, das jetzt mit großer Mehrheit schrittweise umgesetzt wird. Ein solches Konzept brauchen wir auch für die Schülerinnen und Schüler in Göttingen“, so der Kreistagsabgeordnete Gregor Motzer. Darüber werde man in einem offenem und transparenten Prozess mit allen Beteiligten diskutieren.
Wedrins und Motzer sind sich einig, dass man prüfen müsse, ob die jetzige Heinrich-Heine-Hauptschule ein möglicher Standort für eine kleinere weitere Gesamtschule ohne Oberstufe in Göttingen sein könne. So könnten Elternwünsche nach besseren Bildungschancen erfüllt werden.
 

 


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