Uni-Medizin: Was wird aus dem Investitionsstau?

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Ausführlich hat sich die SPD-Stadtratsfraktion über die angespannte Situation im Uniklinikum Göttingen informiert. Die weit über Südniedersachsen hinaus bedeutsame Gesundheitseinrichtung der Maximalversorgung hatte in den Jahren 2007 und 2008 tiefrote Zahlen geschrieben.

„Früher als erhofft haben wir die Wende geschafft“, versicherte der vollständig angetretene Vorstand der Universitätsmedizin Göttingen (UMG). Cornelius Frömmel, Wolfgang Brück und Barbara Schulte unterlegten ihren Optimismus mit einer Menge Zahlen. Über 3700 Studierende der Humanmedizin, zehn neu berufene Professoren, neu zertifizierte Bereiche, auf 41,7 Millionen Euro gesteigerte Drittmittel, Kooperationen mit 40 akademischen Lehrkrankenhäusern in der Umgebung und ein mit 4,5 Millionen Euro gefüllter Struktur- und Entwicklungsfonds gehören ebenso dazu wie der neben Herz-Kreislauf-Erkrankungen und der Neurochirurgie dritte Schwerpunkt der Onkologie.
87 Prozent der Patienten bewerten die Universitätsmedizin Göttingen mit gut oder sehr gut. Die mittlerweile 51.000 stationären Patienten kommen nicht nur das der eigenen Region, sondern auch aus Hessen, Nordrhein-Westfalen und Thüringen. Die Zahl der ambulanten Patienten stieg sogar auf 128.000. Bei einer Bilanzsumme von jährlich 420 Millionen Euro kommen 240 Millionen der Erlöse aus der Krankenversorgung.

Die Landesmittel betragen konstant 123,5 Millionen Euro. Dem stehen 285 Millionen Euro Personalkosten gegenüber, wobei der Vorstand versicherte, dass der im wesentlichen abgeschlossene Personalabbau ohne betriebsbedingte Kündigungen erfolgt sei. Patientennahe Bereiche seien nicht betroffen. 360 Vollzeitstellen fielen in zwei Jahren weg, wobei nun sogar neue Pflegekräfte eingestellt würden, immerhin 22 im laufenden Jahr, betonte der Vorstand.
Nun endlich sei auch die bauliche Entwicklung der Universitätsmedizin auf gutem Wege. Hier hatte sich in SPD-Kreisen Enttäuschung über ausbleibende Fortschritte bei der Abstimmung mit der Landesregierung breit gemacht. Wichtige Vorentscheidungen seien in Hannover inzwischen aber gefasst worden, versicherte der Vorstand. So stehe für die kommenden Monate die Weichenstellung für den baulichen Generalentwicklungsplan an. Wesentliche Mittel seien im Landeshaushalt reserviert. Isolierte Einzelentscheidungen, etwa über den Bau eines neuen OP-Traktes, davon ist der UMG-Vorstand inzwischen überzeugt, müssen zugunsten des Gesamtplans zurückstehen. Die SPD-Ratsmitglieder versprachen, zusammen mit der Landtagsabgeordneten Gabriele Andretta die bauliche Entwicklung weiter aktiv zu unterstützen.

 

 


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