Ansiedlung von IKEA

 

Anfrage zum Bauausschuss am 18. März 2010:

Laut Aussage der Verwaltung sind die Verhandlungen mit IKEA vorläufig ausgesetzt, weil kein passendes Grundstück nach den Vorstellungen des Konzerns angeboten werden könne.
Da die Ansiedlung von IKEA für den Wirtschaftsstandort Göttingen von großer Bedeutung ist, fragen wir die Verwaltung:

1. Gibt es innenstadtnahe Grundstücke die für eine Ansiedlung in Frage kommen?

2. Wurde ein Zeitraum vereinbart, in dem weitere Verhandlungen möglicherweise stattfinden sollen?

3. Welche weiteren Anstrengungen unternimmt die Verwaltung, um ihr klares Interesse an einer IKEA-Ansiedlung gegenüber dem Konzern deutlich zu machen?


Antwort der Verwaltung
Antwort erteilt: Stadtbaurat Dienberg

Die Verwaltung hat ein unverändertes, starkes Interesse an einer IKEA-Ansiedlung in Göttingen. IKEA hatte allerdings nie die Absicht, in Göttingen eines seiner weltweit bekannten, allein stehenden Möbelhäuser wie z. B. in Kassel zu bauen. Die seit 2006 mehrfach veränderten konzeptionellen Vorstellungen des Unternehmens sind gegenwärtig aber nicht zu erfüllen, weil ein geeignetes Grundstück nicht zur Verfügung steht, das den IKEA-Anforderungen entspricht.

Zur Erinnerung:
a) Für die zunächst von IKEA verfolgte Lösung eines klassischen IKEA-Hauses in Verbindung mit einem „Furniture Competence Center“ hat die Verwaltung an der Hermann-Kolbe-Straße ein von IKEA favorisiertes Grundstück in Aussicht stellen können und gleichzeitig alle anderen planerischen Vorkehrungen für eine Realisierung unter Hochdruck getroffen.

b) Diese Lösung hat IKEA im vergangenen Jahr aufgegeben und stattdessen sein „Homepark“-Modell“ (Möbelhaus und zusätzliche Einzelhandelsflächen) vorgestellt, für das die Flächen an der Hermann-Kolbe-Straße zu klein seien. Die Verwaltung hat, wie in einer Pressemitteilung im Mai 2009 angekündigt, alle Bemühungen des Unternehmens unterstützt, dafür eine geeignete Fläche zu finden.

c) Inzwischen ist IKEA – so seine Pressesprecherin in einer am 16. März 2010 veröffentlichten Erklärung – auch vom „Homepark“-Modell wieder abgerückt und favorisiert stattdessen ein Shopping-Center-Konzept in innenstadtnahen Lagen.

Für das aktuell von IKEA verfolgte Konzept kann die Verwaltung zur Zeit keinen Standortvorschlag für ein Grundstück in der von IKEA benötigten Größe machen. Gleichwohl wurde mit dem Unternehmen vereinbart, sowohl über eventuelle neue Expansionsstrategien und Standortanforderungen wie auch über aktuelle Entwicklungen in der Göttinger Einzelhandelslandschaft intensiv in Kontakt zu bleiben.

Fazit: IKEA bleibt ein Wunschpartner der Stadt. Dessen Wünsche lassen sich jedoch augenblicklich nicht erfüllen.

 


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