Ethnologisches Landesmuseum Göttingen

 

Resolution zum Rat der Stadt am 7. Mai 2010:

Der Rat der Stadt Göttingen fordert die niedersächsische Landesregierung auf, ihre Zusage einzuhalten, im Gebäude des heutigen Zoologischen Institutes der Universität Göttingen ein Ethnologisches Landesmuseum einzurichten.

Begründung
Die Landesregierung hat im Jahr 2007 die Zusage gegeben, in Göttingen ein neues Ethnologisches Landesmuseum zu errichten, um die Sammlungen zu bewahren und mit völkerkundlichen Beständen aus anderen Landesmuseen zu ergänzen. Als geeigneter Standort wurde die 1877 erbaute Zoologie neben dem Göttinger Bahnhof ausgewählt und Planungskosten in Höhe von 50.000 Euro in den Landeshaushalt 2008 eingestellt. Im Rahmen der Beratungen zum Haushalt 2010 versicherte der Kulturminister erneut, dass an den Plänen festgehalten und nach dem Umzug der Zoologie auf das Gelände des Nordcampus mit dem Umbau und Ausbau des Gebäudes am Bahnhof begonnen werde. Auch der Ministerpräsident hatte bei seinem Besuch in Göttingen im Juni 2009 erklärt, die langjährigen Pläne, ein Landesmuseum für Ethnologie in Göttingen zu errichten, gehöre „in die Kategorie dessen, was verwirklicht werden muss“ (Göttinger Tageblatt vom 27.06.2009).
Der internationale Rang und die Bedeutung der Göttinger ethnologischen Sammlung steht den übrigen Landesmuseen in nichts nach. Das Institut für Ethnologie der Universität Göttingen verfügt über weltweit einzigartige Kunst- und Kulturschätze außereuropäischer Völker. Vor allem zwei Sammlungen, die der Göttinger Naturforscher Johann Friedrich Blumenbach (1752 bis 1840) erwerben konnte, genießen überaus hohes Ansehen und bilden das Herzstück der Sammlung: die aus europäisch noch unbeeinflussten Kulturdokumenten der arktischen Regionen von Sibirien und Alaska bestehende Baron-von-Asch-Sammlung und die auf den berühmten englischen Kapitän James Cook und seine wissenschaftlichen Begleiter Georg und Johann Reinhold Forster zurückgehende Südsee-Sammlung. Diese kostbaren Sammlungsgegenstände sind in dem Institutsgebäude aus den 30er Jahren am Theaterplatz untergebracht, das in keiner Weise den heutigen Ansprüchen und dem immensen Wert der Sammlungen entspricht.


Beschluss: Folgender Wortlaut wurde nach Vermittlung von Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (SPD) einstimmig beschlossen: „Der Rat der Stadt Göttingen fordert die Niedersächsische Landesregierung auf, in Göttingen in enger Zusammenarbeit mit der Universität ein Ethnologisches Landesmuseum einzurichten. Dabei ist das Gebäude des heutige Zoologischen Instituts nach wie vor der Wunschstandort.“

Zoologie
In dem Gebäude der alten Zoologie sollte nach früheren Bekundungen aus Hannover ein Landesmuseum eingerichtet werden. Jetzt gibt es Zweifel an der Ernsthaftigkeit der Zusagen.
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