Gesamtschule in Grone

Antrag zur Sitzung des Rates der Stadt Göttingen am 10. September 2010:

Der Rat möge beschließen:
Wie bereits in der Ratssitzung am 11. Dezember 2009 beschlossen, strebt die Stadt Göttingen die Einrichtung einer IGS am Schulstandort Backhausstraße an.
Trotz der Ablehnung des Projektes durch das Land wird die Verwaltung beauftragt, das Ziel, die Heinrich-Heine-Hauptschule in Grone in eine Gesamtschule (IGS oder KGS) umzuwandeln, intensiv weiter zu verfolgen und diesbezüglich auch künftig eine Genehmigung beim niedersächsischen Kultusministerium zu beantragen.
Der Punkt 2 des Beschlusses vom 11. Dezember 2009 wird bis auf weiteres und eines erneuten Beschlusses des Rates nicht umgesetzt.

Begründung
Am Bedarf nach einer weiteren Gesamtschule in Göttingen hat sich auch nach der Ablehnung des Antrags durch das Kultusministerium nichts geändert, wie die Anmeldezahlen an den beiden Gesamtschulen für das laufende Schuljahr zeigen. Im Augenblick ist Bewegung in die Politik der Landesregierung gegenüber der Einrichtung von Gesamtschulen gekommen (vgl. u.a. die Regierungserklärung von David McAllister), so dass der entsprechende Antrag der Stadt Göttingen im richtigen Moment bei der Landesregierung vorliegen sollte.
Außerdem ist zu beachten, dass die Heinrich-Heine-Hauptschule in Grone mit erheblichen Mitteln aus dem Ganztagsprogramm des Bundes ausgebaut worden ist. Angesichts der wie landesweit auch in unserer Stadt sinkenden Anmeldezahlen für Hauptschulen ist zu befürchten, dass diese Anlage nicht mehr ausgelastet sein wird. Mit einer Gesamtschule würde sich die Schülerzahl am Standort Grone erhöhen, so dass die Gebäude angemessen genutzt wären.
Ob eine IGS oder eine KGS eingerichtet werden soll, kann nicht vom grünen Tisch entschieden werden; es bietet sich an, diese Frage während der vor der Errichtung notwendigen Elternbefragung zu klären.
Die Einrichtung einer Gesamtschule in Grone hätte u.a. folgende Vorteile:
- Verbesserung der Chancen für die SchülerInnen in Göttingen und im Einzugsgebiet
- Aufwertung des Standorts mit positiven Folgen für Grone und die gesamte Stadt.

Ergebnis
Mehrheitlich von CDU-Grüne-FDP-Linke abgelehnt. (Auch Überweisung in den Schulausschuss)

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