Nahversorgung auf dem Holtenser Berg

Anfrage zum Rat der Stadt Göttingen am 25. Februar 2011:

Seit einigen Jahren geht die Attraktivität der Ladenzeile auf dem Holtenser Berg immer weiter zurück. Immer mehr Geschäfte geben auf.
 

Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung:

1. Ist auch in Zukunft die Nahversorgung auf dem Holtenser Berg sicher gestellt?

2. Gibt es aktuelle Planungen für den Holtenser Berg?

3. Gibt es aktuelle Gespräche mit Investoren?

4. Gibt es Investoren, die unter bestimmten Voraussetzungen auf dem Holtenser Berg in die Ladenzeile investieren würden?

5. Welche Voraussetzungen müssen geschaffen werden, damit Investoren auf dem Holtenser Berg aktiv werden?


Antwort der Verwaltung
Antwort erteilt : Dez. D / FB 61

Zu 1.
Die Verwaltung unterstützt die Planungen eines Investors zur Errichtung eines neuen Nahversorgungszentrums auf dem Holtenser Berg. Das Ziel ist die langfristige Sicherung der Nahversorgung in diesem Quartier, was in dem vorhandenen Gebäude der Ladenzeile nicht darstellbar ist.

Zu 2. und 3.
Die Verwaltung führt Gespräche mit einem Investor der Planungen verfolgt, die Nahversorgung in diesem Bereich über den Bestand hinaus zu entwickeln und langfristig zu betreiben. Grundlage dafür sei, dass potentiell an diesem Standort das Betreiben eines Nahversorgungsmarktes auf wirtschaftlich sinnvoller Basis gegeben ist. Dazu wird voraussichtlich im März ein weiteres Gespräch mit dem Investor geführt.

Zu 4.
Der erwähnte Investor bekundet derzeit seine Absicht, unter bestimmten Voraussetzungen auf dem Holtenser Berg zu investieren und prüft intern das Betreiberkonzept.

Zu 5.
Die Realisierung der erforderlichen Investitionen mit dem Ziel der Sicherstellung der Nahversorgung hängt von verschiedenen Faktoren ab:
- Aus planungsrechtlicher Sicht muss für das beabsichtigte Vorhaben Planungsrecht geschaffen werden, d. h der bestehende Bebauungsplan muss geändert werden.
- Das Vorhaben ist von Wohnbebauung umgeben, die planungsrechtlich als reines Wohngebiet festgesetzt ist. Hier sind entsprechende Maßnahmen erforderlich, um den Schallschutz zu gewährleisten.
- Für das Vorhaben sind die bauordnungsrechtlich erforderlichen Stellplätze nachzuweisen bzw. der Projektentwickler will eine bestimmte Anzahl von Stellplätzen anbieten. Da die Stellplätze nicht auf dem Grundstück selbst oder im öffentlichen Straßenraum hergestellt werden können, ist nach derzeitigem Stand die Inanspruchnahme von Flächen einer Wohnungsbaugesellschaft erforderlich. Der Projektentwickler prüft derzeit die damit verbunden Kosten und die Möglichkeiten, über diese Flächen verfügen zu können. Mit der Wohnungsbaugesellschaft wurden bereits Gespräche geführt, die darin ihre grundsätzliche Befürwortung und
Unterstützung des Vorhabens bekundet hat.
- Für den Investor ist die Öffnung der Verbindungsstraße nach Holtensen wichtig, um den Einzugsbereich für die ökonomisch notwendige Kundenbasis zu erweitern. Der Verwaltungsausschuss hat am 07.07.2008 beschlossen, im Falle der Realisierung eines neuen Nahversorgungszentrums die Verbindungsstraße zu öffnen.