Zukunft des Musterungszentrums Göttingen

Anfrage zur Sitzung des Rates der Stadt Göttingen am 8. April 2011

Durch das Aussetzen der Wehrpflicht werden einige Standorte von Kreiswehrersatzämtern geschlossen werden. Die allgemeine Musterung entfällt. Zum Kreiswehrersatzamt Hannover gehört das Musterungszentrum Göttingen in der Breslauer Straße.

Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung:

1. Welche Informationen hat die Verwaltung über das Musterungszentrum Göttingen?
a) Wie viele Zivilangestellte arbeiten in Göttingen?
b) Wie viele Bundeswehrangehörige sind am Standort Göttingen tätig?
c) Wie groß ist das Grundstück?

2. Sollte der Standort Göttingen aufgegeben wird, werden die Mitarbeiter weiter beschäftigt?
a) Wenn ja, wo?
b) Gibt es Ersatzarbeitsplätze in der Region?

3. Gibt es von Seiten der Bundeswehr bereits Pläne, das Gelände/Gebäude an der Breslauer Straße zu verkaufen?

4. Hat die Stadt Göttingen Interesse, das Gelände zu kaufen?

5. Welche Perspektiven gibt es für das Gelände?

6. Welche Nutzung gibt es für das Gebäude?

Antwort der Verwaltung auf die Anfrage
für die Sitzung des Rates am 08.04.2011
Thema: Zukunft des Musterungszentrums Göttingen
Antwort erteilt: Stadtbaurat Dienberg

Zu 1a) Im Musterungszentrum Göttingen sind derzeit 24 Dienstposten eingerichtet, die alle besetzt
sind.

Zu 1b) In Göttingen gibt es keine militärischen Dienststellen mehr.

Zu 1c) 5.498 m².

Zu 2)
a) Wenn ja, wo?
b) Gibt es Ersatzarbeitsplätze in der Region? Die Bundeswehr befindet sich in der Planungsphase der Neuausrichtung. Ein Arbeitsstab im Bundesministerium der Verteidigung befasst sich derzeit mit Einzelheiten dieser neuen Struktur. Erste Standortentscheidungen werden im Sommer 2011 erwartet. An der Anzahl der Standorte orientiert sich dann die Zahl der Soldaten und zivilen Mitarbeiter. Daher sind Aussagen über Standortentscheidungen lt. Mitteilung der Wehrbereichsverwaltung Nord zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich.

Zu 3) Es gibt derzeit keine konkreten Pläne, das Gelände an der Breslauer Straße in Göttingen zu verkaufen. Mit der Vermarktung des Geländes wäre die zuständige Bundesanstalt für Immobilienaufgaben befasst. Die Liegenschaftsverwaltung steht im aktuellen Abstimmungskontakt mit dieser Dienststelle.

Zu 4) Grundsätzlich  ja.

Zu 5 + 6) Es wird z. Zt. ein detailliertes Nutzungskonzept entwickelt, in dem verwaltungsinterne
Büronutzungen sowie Teilnutzungen durch die Feuerwehr vorgesehen sind.