Hilfen für Familien

Anfrage zum Jugendhilfeausschuss am 9. Juni 2011

Manche Familien sind zunehmend überfordert mit der Erziehung ihrer Kinder und der Bewältigung ihres Alltags. Eine familienorientierte Unterstützung kann dieses Problem mildern und den Kindern bessere Chancen für ein selbstbestimmtes Leben bieten, auch wenn sie in schwierigen Familiensituationen groß werden.

Wir fragen die Verwaltung:

1. Welche Hilfen werden zur Zeit in der Stadt Göttingen angeboten?

2. Welche Hilfen sind projektgebunden und zeitlich begrenzt?

3. Gibt es regelmäßige Überprüfungen der Wirksamkeit dieser Hilfen?

4. Gibt es einen besonders hohen Bedarf in einem bestimmten Bereich der Erziehungshilfe?

5. Sind Kitas und Schulen in die Maßnahmen der Familienhilfe eingebunden?


Antwort der Verwaltung
Antwort erteilt: Stadtrat Lieske

Die Verwaltung antwortet wie folgt auf die Anfrage:

Zu 1.:
Eltern erhalten bei Bedarf Hilfen zur Erziehung nach §§ 27 ff SGB VIII. Der Fachbereich Jugend stellt darüber hinaus ein bedarfsgerechtes Angebot an Betreuungsplätzen in Kindertagesstätten und Kindertagespflege sowie Angebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit und der Jugendsozialarbeit zur Verfügung. Ferner haben Eltern die Möglichkeit, niedrigschwellige Hilfs- und Unterstützungsangebote, wie z.B. das Rucksackprogramm, Wellcome, Erziehungslotsen, Zeit für ein Kind, LISA etc. freier Jugendhilfeträger in Anspruch zu nehmen.

Zu 2.:
Alle Hilfen zur Erziehung nach dem SGB VIII werden so lange gewährt, wie sie erforderlich sind.
Niedrigschwellige Hilfen in Form von Projekten sind – abhängig von der Drittmittelförderung - zum Teil zeitlich befristet.

Zu 3.:
Die Wirksamkeit von Hilfen zur Erziehung wird regelmäßig im Rahmen der Hilfeplanung überprüft. Die Umsetzung des Bildungs- und Erziehungsauftrags in Kindertagesstätten und in Kindertagespflege wird im Rahmen der Qualitätsentwicklung und der Dokumentation von Bildungsverläufen gemeinsam mit den Eltern reflektiert.
Die Wirksamkeitsüberprüfung von Projekten ist abhängig von der Projektevaluation.

Zu 4.:
Es besteht ein in den vergangenen Jahren stetig steigender Bedarf an sozialpädagogischen Familienhilfen nach § 31 SGB VIII. Dieser Trend zeichnet sich landesweit ab.

Zu 5.:
Kindertagesstätten und Schulen werden nach Maßgabe der Hilfeplanung in Abstimmung mit den Eltern in die Familienhilfe eingebunden.