IWF Wissen und Medien in Göttingen

Anfrage zum Rat der Stadt am 15. Juni 2011

Die IWF Wissen und Medien gGmbH hat zum 31. Dezember 2010 den Betrieb eingestellt und befindet sich seit 1. Januar 2011 in Liquidation. Zum Betriebsvermögen gehört die Immobilie Nonnenstieg 72 mit einem 32.000m² großen Grundstück.

Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung:

1. Führt die Stadt mit dem Insolvenzverwalter Gespräche über den Erwerb des Geländes?

2. Welche Planungen bestehen für den Bereich von Seiten der Stadt?

3. Was soll mit den Kleingärten am IWF-Gelände geschehen?

4. Dem Hort in den Räumen des IWF ist gekündigt worden. Wie geht es mit ihm weiter? Gibt es neue Räumlichkeiten für die Einrichtung?


Antwort der Verwaltung
Antwort erteilt : Stadtbaurat Dienberg


Zu 1.:
Der Liquidator des IWF hat der Stadt Göttingen mitgeteilt, dass die im Eigentum des IWF stehenden Grundstücke bis 2012 verkauft werden sollen und hat gleichzeitig das Gespräch gesucht, um mögliche Folgenutzungen für diese Grundstücke zu erörtern.
Die Verwaltung hat sich über das Grundstück und die aufstehenden Gebäude kundig gemacht. Nach Auswertung dieser Daten soll über das weitere Vorgehen entschieden werden.

Zu 2.:
Für den Bereich am Nonnenstieg sind sowohl Nutzungen durch Institute wie auch Wohnnutzungen mit untergeordneten gewerblichen Einheiten denkbar. Die Folgenutzung ist im Übrigen durch die Umgebung vorgegeben.

Zu 3.:
Aufgrund der Verkaufsabsicht des IWF sind sämtliche Miet- und Nutzungsverträge durch den IWF zum nächst möglichen Zeitpunkt gekündigt worden. Die die Stadt betreffenden Kündigungen mussten an die Untermieter / Unternutzer weitergeben werden.
Die Folgenutzung ist von einem Gesamtkonzept und dem jeweiligen Eigentümer abhängig. Planungsrechtlich ist der derzeit als Grabeland genutzte Bereich als „Sonderfläche für den wissenschaftlichen Film“ (Erweiterungsfläche) ausgewiesen.
 
Zu 4.:
Die Räumlichkeiten für den Hort wurden vom IWF zum 31.07.2012 gekündigt. Alternative Unterbringungsmöglichkeiten konnten trotz intensiver Suche nicht gefunden werden. Die Verwaltung beabsichtigt deshalb, die Höltyschule bereits zum 01.08.2012 zur Ganztagsgrundschule mit allen vier Jahrgängen weiterzuentwickeln. Hierüber hat der Schulausschuss bereits in seiner Sitzung am 26.05. beraten und einstimmig eine entsprechende Beschlussempfehlung abgegeben.
Durch das geplante, für Eltern beitragsfreie Ganztagsangebot an vier Tagen in der Woche bis 15:30 Uhr ist mit einem rückläufigen Bedarf an Hortplätzen zu rechnen, so dass zusätzliche Hortgruppen außerhalb des Ganztagsangebotes verzichtbar erscheinen. Für Eltern, die ihre Kinder bis 17:00 Uhr betreuen lassen möchten, wird laut Rahmenkonzept für Nachmittagsangebote an Ganztagsgrundschulen eine Hortgruppe für Kinder
der Klassen 1 und 2 und ein Angebot der offenen Arbeit für Kinder der Klassen 3 und 4 vorgehalten. Alle Angebote können in der Schule untergebracht werden. Die Verwaltung beabsichtigt, die Trägerschaft für das Ganztagsangebot im Rahmen eines Interessenbekundungsverfahrens auszuschreiben. Dabei werden die Belange des Höltyvereins berücksichtigt.