Versorgungs- und Betreuungsangebote für ältere Menschen mit Migrationshintergrund in Göttingen

Antrag zur Sitzung des Rates der Stadt am 15. Juni 2011:

Der Rat möge beschließen:
Die Verwaltung wird gebeten, den Sozialausschuss über bestehende "Versorgungs- und Betreuungsangebote für ältere Menschen mit Migrationshintergrund in Göttingen" zu informieren.
Darüber hinaus soll die Verwaltung einen Sachstandsbericht über die aktuelle Situation der Bewohnerinnen und Bewohner mit Migrationshintergrund in Altenpflegeheimen, als auch über den geplanten Umgang mit der künftig steigenden Zahl dieser o. g. Bewohnerinnen und Bewohner abgeben.

Begründung
In Göttingen leben über 24.000 Bürger und Bürgerinnen mit Migrationshintergrund, davon sind 3.226 Einwohner mit Migrationshintergrund bereits über 60 Jahre alt und allein 874 Einwohner mit Migrationshintergrund über 75 Jahre alt. Immer mehr Einwohner mit Migrationshintergrund werden älter in unserer Stadt und benötigen eine kultursensible Pflege und Betreuung. Das Thema der Seniorenhilfe und Seniorenpflege von Mitbürgern mit Zuwanderungsgeschichte sollte stärker in den Blickpunkt der Integrationspolitik rücken. Der geforderte Bericht soll zur Sensibilisierung des Themas beitragen und soll Grundlage für weitere Beratungen sein. Die vorhandenen ambulanten und stationären Pflege- und Betreuungseinrichtungen sollen in die Berichterstattung eingebunden und zu ihrer konzeptionellen Weiterentwicklung angeregt werden. Die Zahl der Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in der Seniorenhilfe und –pflege wird demografisch bedingt immer weiter ansteigen. Diese Tatsache stellt die Seniorinnen und Senioren, aber auch das Pflegepersonal vor neue Herausforderungen. Ein Extrembeispiel ist der mögliche vollständige Verlust der erlernten deutschen Sprache in Folge von Demenz.


Beschluss:
einstimmig direkt beschlossen, es erfolgt ein Bericht im Sozialausschuss

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