Gaspreiserhöhung unumgänglich

Frank-peter Arndt
 

„Hauptgrund für die Erhöhungen der Gaspreise um 16 Prozent sind an erster Stelle die gestiegenen Beschaffungskosten. Zwischen Dezember 2010 und August 2011 hat sich Erdgas im Einkauf wesentlich verteuert, da es zumindest beim größten europäischen Gaslieferanten Gazprom immer noch eine Ölpreisbindung gibt.“ Im Zeitraum zwischen September 2010 und September 2011 sind die Preise für leichtes Heizöl um 16 Prozent gestiegen – (Quelle: Statistisches Bundesamt).

„Diese starke Erhöhung der Einkaufspreise können die Stadtwerke nur zum Teil auffangen,“ so die Fraktionsvorsitzenden von SPD und Bündnis 90/Die Grünen im Rat der Stadt Göttingen. „Bis jetzt konnten wir eine Preiserhöhung hinauszögern, leider geht dies nun nicht mehr,“ erklärt Frank-Peter Arndt (SPD). „Andere Anbieter mussten die Preise schon zum Sommer an die hohen Beschaffungskosten anpassen.“ ergänzt Rolf Becker (Grüne). Allerdings weisen beide darauf hin, dass die Stadtwerke zuletzt den Gaspreis 2009 um 1,6 Cent pro KWh gesenkt hatten und die jetzt notwendige Erhöhung nur rund die Hälfte dieser Absenkung wieder auffrisst.
Dass die gestiegenen Einkaufskosten an die Endverbraucher weitergegeben werden müssen, hat auch etwas mit der Haushaltssituation der Stadt zu tun. „Als seriöse Haushälter müssen wir auf eine angemessene und vor allem in der Höhe kalkulierbare Ausschüttung unserer Tochterunternehmen an die Stadt dringen“, betont Becker. Würden die Gaspreise nicht erhöht, müssten die Stadtwerke im nächsten Jahr rund 5,5 Millionen Euro mehr für den Einkauf des Gases aufwenden, das ist genau die Summe, die die Stadtwerke mittelfristig an den Haushalt der Stadt abführen. „Die Planungssicherheit mit den teilweise stark schwankenden Einnahmen aus dem Steueraufkommen ist schon jetzt nur bedingt gegeben. Wir können daher auf die eingeplanten Abführungen der Stadtwerke nicht verzichten“, meint Arndt.
„Angesichts wohl unvermeidlich weiterhin steigender Energiepreise und zum Schutz des Klimas werden Energiesparen und Energieeffizienz immer wichtiger. Auf die Verbraucher kommen immer größere Ausgaben zu, dagegen muss unbedingt etwas unternommen werden. Wir setzen auf die Energiewende und den Ausbau von erneuerbaren Energien“, sind sich Becker und Arndt einig.
 

 


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