Anonymisiertes Bewerbungsverfahren bei der Stadt Göttingen

Das von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS), am 17.4.2012 positive Fazit des Pilotprojekts „Anonymisierte Bewerbungsverfahren“ hat gezeigt, dass anonymisierte Bewerbungen den Fokus ausschließlich auf die Qualifikation der Bewerbenden lenken.
Entscheidend sei dabei die Qualifikation der Bewerbenden gewesen, nicht ihr Aussehen, Geschlecht oder die Herkunft.
Im Vergleich zu klassischen Bewerbungsverfahren profitieren Frauen und Bewerber/innen mit Migrationshintergrund besonders von anonymisierten Bewerbungsverfahren. Das gelte etwa für jüngere Frauen, die bereits Berufserfahrung haben und zum Beispiel wegen eines möglichen Kinderwunsches bislang schlechtere Chancen hatten.

Wir fragen die Verwaltung:

Ist es möglich in der Kernverwaltung der Stadt Göttingen zunächst für einen Zeitraum von zwei Jahren das von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) vorgeschlagene „Anonymisierte Bewerbungsverfahren“ durchzuführen?

1. Wie hoch wäre der personelle und finanzielle Aufwand für dieses Projekt?

2. Wie schätzt die Verwaltung den Erfolg eines solchen anonymisierten Bewerbungsverfahrens ein?

3. Steht das anonymisierte Bewerbungsverfahren anderen erprobten Auswahlverfahren entgegen?