Erinnerungskultur an die nationalistische Gewaltherrschaft

Der Kulturausschuss möge dem Rat zum Beschluss empfehlen:
Die Verwaltung wird beauftragt, eine Übersicht der im öffentlichen Raum befindlichen Gedenkstätten mit Bezug auf die nationalsozialistische Gewaltherrschaft und den Zweiten Weltkrieg vorzulegen.

Die Verwaltung wird weiterhin beauftragt, eine Zusammenstellung der Göttinger Gedenkstätten vorzunehmen, diese zu bewerten, den baulichen Erhaltungszustand darzulegen und gegebenenfalls Vorschläge zur Ergänzung zu unterbreiten.

Die Verwaltung wird beauftragt, gemeinsam mit ZeithistorikerInnen und KünstlerInnen Überlegungen für eine zeitgemäße Erinnerungskultur in Göttingen vorzulegen.

Die Kosten sind darzustellen.


Begründung:

Die Erinnerungskultur in Deutschland unterliegt einem Wandel, auch weil ZeitzeugInnen der genannten historischen Bezüge immer seltener zur Verfügung stehen, aber auch durch die Möglichkeiten neuer Kommunikationstechnologien, sowie moderner bildungspädagogischer Konzepte. Auch kommen durch neue geschichtswissenschaftliche Erkenntnisse neue Schwerpunkte hinzu, die von der örtlichen Erinnerungskultur aufgegriffen werden müssen.
Auch die Göttinger Erinnerungskultur soll modernisiert werden, um kommende Generationen affektiv und kognitiv ansprechen zu können. Wir streben ein integriertes Konzept der Erinnerungskultur an, das die Schwerpunkte und Stärken einzelner Gedenkstätten fördert und mit den anderen Stätten verbindet, sodass alle Orte der Erinnerung in Göttingen mit ihren spezifischen aktuellen Stärken zusammengeführt werden.