Konzept zur Aufnahme von Flüchtlingen in Göttingen

Interfraktioneller Antrag zur Ratssitzung am 15.11.2013

Der Rat möge beschließen:

Die Verwaltung entwickelt ein nachhaltiges Konzept zur Aufnahme und Integration von Flüchtlingen, in dem dezentrale Standortvorschläge mit Begründung und Kostenvoranschlägen vorgelegt werden.
Das Konzept sollte mit Beginn 2014 sowohl dem Sozialausschuss als auch dem Bauausschuss zur weiteren Diskussion und Beratung vorgelegt werden, wobei notwendige und sinnvolle Teilmaßnahmen auch schon vorher sukzessive umgesetzt werden könnten.

Begründung:

Wie alle Kommunen in Niedersachsen muss sich auch Göttingen darauf einstellen, dass aufgrund geltender Vereinbarungen wieder mehr Flüchtlinge als in den letzten Jahren in der Stadt aufgenommen werden müssen und sollten. Vorgänge wie in Berlin-Hellersdorf, aber auch aktuell in Hamburg sollten uns veranlassen, über die reine Unterbringungsfrage und -form hinaus auch ein positives Klima des Willkommens in der Bevölkerung zu stärken und zu unterstützen. Als internationale Stadt sollten unsere Bemühungen im Sinne internationaler Solidarität darauf ausgerichtet sein, den teilweise traumatisierten, heimatlos gewordenen Menschen einen Ort des Angenommenseins und positiver sozialer Begegnungen anzubieten.  Im Sinne europäischer Solidarität sollten wir aber auch den südeuropäischen Ländern gegenüber dokumentieren, dass wir sie nicht allein lassen mit der zunehmenden Flüchtlingswelle.
Die Vorkommnisse in Berlin und Hamburg sollten uns alle veranlassen, alles dafür zu tun, in Göttingen für ein Klima der Offenheit, Toleranz und Humanität zu sorgen.