Gothaer-Areal

Die Bauverwaltung wird beauftragt,
im Rahmen der Aufstellung des Bebauungsplans Nr. 32, 6. Änderung „Ehemalige Lüttichkaserne“ folgende Maßgaben zu berücksichtigen:

- An die umliegende Bebauung angepasste GFZ im Bereich Ecke Wörthstraße/ Breslauer Straße (südöstlicher Planbereich)

- An die Bebauung der Straße „Am Weißen Stein“ angepasste GFZ im dort angrenzenden Bereich (nordöstlicher Planbereich)

- Konzeptionierung der Größe des im nördlichen Bereich entstehenden Parkhauses unter Berücksichtigung zukünftiger Bedarfe nach PKW-Stellplätzen und nicht unter Orientierung am aktuellen Bedarf.

- Festsetzung von mindestens 30 % der Wohnflächen gemäß § 9 Abs. 1 Nr. 7 BauGB als Flächen, die mit Mitteln der sozialen Wohnraumförderung gefördert werden könnten.

Begründung:
Die weitere Beplanung des ehemaligen Areals der Gothaer Versicherung war Gegenstand der von der Bauverwaltung am 14. August 2013 durchgeführten BürgerInnenversammlung mit ca. 60- 100 TeilnehmerInnen.
Die Hauptbedenken der bisherigen Anwohnerschaft im Bereich „Am Weißen Stein“ und im Bereich der Wörthstraße und Breslauer Straße beziehen sich nicht auf die Grundsätze der Planung, sondern auf jeweils an ihre eigene Bebauung angrenzende Teilaspekte der Planung.
Im Rahmen von Maßnahmen der Wohnbaulanderschließung im Innenbereich/ Flächenkonversion (sog. Nachverdichtung) ist es in der Vergangenheit regelmäßig zu Konflikten mit der bisherigen Nachbarschaft gekommen. Hintergrund sind die nachvollziehbaren Bedenken der Anwohnerschaft betreffend das gewählte hohe Maß der baulichen Nutzung, welches sie Nutzungskonflikte fürchten lässt.
Im o. g. Bereich sind insbesondere die Anwohner des Bereichs Wörthstraße/ Breslauer Straße am südöstlichen Rand des Plangebiets sowie die im Norden angrenzende Bebauung in der Straße „Am Weißen Stein“ von den jeweils in Teilbereichen vorgesehenen Planungen betroffen.
Die Verwaltung wird aufgefordert, diesen Bedenken bereits bei Erstellung des Bebauungsplanes Rechnung zu tragen.
Da in der Stadt Göttingen ein Bedarf an Wohnungen zu sozialverträglichen Mieten gegeben ist, sollten 30% der neu zu schaffenden Wohnflächen den Anforderungen an Wohnraum, der mit sozialer Wohnraumförderung gefördert werden kann, entsprechen.