Stellenausschreibungen der Stadt Göttingen

 

 

Öffentliche Anfrage nach § 10 der Geschäftsordnung für den Rat, den Verwaltungsausschuss, die Ratsausschüsse, die Ausschüsse nach besonderen Rechtsvorschriften und die Ortsräte der Stadt Göttingen

Seit einigen Jahren werden die offenen Stellen der Stadt Göttingen nur noch mit kleinen Anzeigen in den Printmedien veröffentlicht. In dieser Anzeige findet sich ein Link zur Homepage und damit zur detaillierten Stellenbeschreibung. Dies wird vielfach kritisiert, da ein Internetzugang oder aber ein Anruf notwendig ist, um an weitere Informationen zu gelangen. Das stellt ein Bewerbungshindernis, unter anderem auch für Migrantinnen und Migranten, dar. 

Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung:

1. Seit wann wird so, wie oben beschrieben, bei der Stadt Göttingen verfahren?

2. Wie viele Stellen wurden bisher in diesem Verfahren veröffentlicht?

3. Wie viele Zugriffe gibt es auf der Internetseite – Stellenausschreibungen (wöchentlich)?

4. Welche Kosten sind durch die Stellenausschreibungen im Jahr 2013 entstanden?

5. Welche Kosten wären entstanden, wenn die Ausschreibungstexte in den Printmedien wieder vollständig abgedruckt worden wären?

6. Wie viele Migrantinnen und Migranten bewerben sich bei der Stadt Göttingen – in Prozent?

7. Gibt es Erkenntnisse darüber, ob durch das jetzige Verfahren weniger Bewerbungen von Migrantinnen und Migranten eingehen?

8. Wie viele kostenlose Internetzugänge stellt die Stadt Göttingen zur Verfügung, und wo befinden sich diese, damit sich Bewerberinnen und Bewerber ohne eigenen Internetzugang online  bewerben können?

 

Antwort der Verwaltung

auf die Anfrage der SPD-Ratsfraktion

für die Sitzung des Ausschusses für Allgemeine Angelegenheiten, Integration und Gleichstellung am: 23.06.2014

THEMA : Stellenausschreibungen der Stadt Göttingen

 

 Antwort erteilt : A/11

 

Die Verwaltung beantwortet die o.a. Anfrage wie folgt:

 

(Die Angaben beziehen sich nur auf das Göttinger Tageblatt. Anzeigenschaltungen in anderen Veröffentlichungsmedien können im Nachhinein nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand ermittelt werden).

 

Zu 1.:

Seit 2004

 

 Zu 2.:

Grob geschätzt wurden seit Einführung des sog. Kurzhinweises (2004 bis heute) etwa 225 Stellenausschreibungen in dieser Form veröffentlicht.

Im Jahr 2013 wurden 27 Stellenausschreibungen per Kurzhinweis veröffentlicht. Durchschnittliche Kosten pro Kurzhinweis (GT) 550,00 Euro; mithin 14.850,00 Euro im Jahr 2013.

Es werden durchschnittlich 25 Stellenausschreibungen pro Jahr in dieser Form geschaltet. 

 

Zu 3.:

Durchschnittlich wöchentlich rd. 4.000 Zugriffe in der Rubrik Stellenausschreibungen. 

 

Zu 4. und 5.:

Im Jahr 2013 beliefen sich die Kosten für die Veröffentlichung von Stellenausschreibungen per Kurzhinweis auf rd. 15.000 Euro. Bei Veröffentlichung des kompletten Ausschreibungstextes wären dies mind. 45.000 Euro gewesen.

Ein vollständiger Textabdruck verursacht – je nach Größe der Anzeige - ca. 1.700,-- Euro.

 

 Zu 6.:

Die Anzahl der Bewerber und Bewerberinnen mit Migrationshintergrund kann nicht ermittelt werden, da diese Angabe nicht immer aus den Bewerbungen hervor geht und – abgesehen davon – die Bewerbungsunterlagen nach Abschluss der Verfahren vernichtet werden.

 

 Zu 7.:

Nein

 

 Zu 8.:

In der Stadtbibliothek gibt es 15 PC’s, an denen man sich entweder mit seiner Lesernummer (über den Bibliotheksausweis) oder gegen eine Gebühr von 50 Cent je Viertelstunde anmelden kann.

Darüber hinaus gibt es im Erdgeschoss des Amtshauses das Bewerberzentrum, wo 5 PC‘s zur kostenlosen Nutzung für Bewerbungszwecke zur Verfügung stehen.