Schulstättenentwicklungskonzept und Sanierungsaufwand in Schulgebäuden

Der Rat möge beschließen:

Die Verwaltung wird gebeten, ein Schulstättenentwicklungskonzept zu erstellen.

Hierhin soll dargestellt werden, welche Grundschulen aufgrund der zunehmenden Schülerzahlen oder wegen der Umstellung auf Ganztagsschulbetrieb auch zeitnah ausgebaut werden müssen.

Weiterhin soll darin dargelegt werden, wie die zukünftige Nutzung, der durch die Aufhebung von Schulen freiwerdenden Kapazitäten, Gebäude und Räume, aussehen könnte.

Darüber hinaus soll der bestehende Sanierungsaufwand aller Schulgebäude untersucht und die zu erwartenden Kosten ermittelt werden, die die Grundlage eines Sanierungsplans sind; u. a. müsste in diesem Zusammenhang die energetische Bewertung der Schulgebäude auf den neuesten Stand gebracht werden.

Begründung:

Der hohe Sanierungsbedarf an Schulen ist ein bundesweites Problem auch in Göttingen. Der Abbau des über viele Jahre aufgelaufenen Sanierungsstaus an Göttinger Schulen und auch immer noch der energetische Sanierungsbedarf hat dabei besondere Bedeutung.

Ein Schulstättenentwicklungskonzept als Planungsgrundlage ist notwendig, um die erforderlichen Raumbedarfe im Rahmen der Göttinger Schulentwicklung zu ermitteln und diese mit den vorhandenen Kapazitäten abzugleichen. Zu entscheiden ist dabei, u. a. welche Nutzungen für welche zukünftig freiwerdenden Gebäude vorgesehen werden sollen.

Die zum Teil gravierenden Sanierungsrückstände lassen sich angesichts der finanziellen Rahmenbedingungen nicht in wenigen Jahren beheben. Daher müssen Prioritäten gesetzt und die vorhandenen Ressourcen stärker in Sanierung und Instandsetzung der städtischen Infrastruktur gelenkt werden.