Historische Ausstellungen 50 Jahre

Historische Ausstellungen zu 50 Jahre ‘68er Bewegung in Göttingen und
100 Jahre Deutsche Revolution 1918/19 in Göttingen

Der Rat möge beschließen:
Die Verwaltung wird beauftragt, im Zusammenwirken mit der Georg-August-Universität Göttingen sowie erforderlichen Fachleuten zwei Themen-Ausstellungen für das Jahr 2018/19 vorzubereiten:

50 Jahre ‘68er Bewegung in Göttingen

100 Jahre Deutsche Revolution 1918/19 in Göttingen.

Begründung:
Die 1967 beginnende politische Bewegung, die als Studentenbewegung oder Außerparlamentarische Opposition (APO) in die Nachkriegsgeschichte eingegangen ist, fand auch in Göttingen breite Zustimmung und führte zu Veränderungen in staatlichen und gesellschaftlichen Institutionen, mit den Schwerpunkten Hochschule (damals Georgia Augusta und Pädagogische Hochschule) und Schule.

Die Göttinger Ereignisse sind zu einem Teil schon in Erinnerungen dokumentiert.

Von besonderer Bedeutung für eine solche Ausstellung ist dabei die Foto-Sammlung des Städtischen Museums, in erster Linie die Sammlung Kluwe (pik), die 2008 in einem Fotoband präsentiert wurde. Im Stadtarchiv und im Universitätsarchiv dürfte weiteres Material vorhanden sein. Im Umfeld dieser Ausstellung ist ein informatives Diskussions-, Film- und Zeitzeugenprogramm denkbar.

Die Novemberrevolution 1918 fand auch in Göttingen statt. Göttingen wurde nicht nur durch die revolutionären Ereignisse bis zur Wahl zur Nationalversammlung berührt, sondern eine tiefreichende Veränderung des Kommunalen Lebens vollzog sich 1918/19 durch die Beseitigung der preußischen Monarchie und der Abschaffung des Dreiklassenwahlrechts sowie der Einführung des Frauenwahlrechts. Die kommunalen Vertretungen in der Stadt Göttingen sowie in den bis 1964 und 1972/73 selbstständigen eingemeindeten Vororten veränderten sich durch das demokratische Wahlrecht erheblich. Nach den Kommunalwahlen 1919 bestimmen neue Schwerpunkte die Kommunalpolitik.