Erweiterung des Kindergartens der Stephanusgemeinde

Der Jugendhilfeausschuss möge beschließen:

Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, wie mit dem Träger des Kindergartens Stephanusgemeinde in Geismar ein Krippenangebot am Standort des Kindergartens möglich gemacht werden kann.

Begründung:

Die Ermittlung des bestehenden Bedarfs an Betreuungsplätzen in Kindertagesstätten basiert auf der Auswertung der Belegungs- und Wartelisten der Kindertagesstätten in Göttingen. Im Ergebnis zeigt sich trotz des bislang erfolgten Ausbaus weiterhin ein Bedarf an zusätzlichen Krippen- und Hortplätzen.

Die Krippenplätze für Jungen und Mädchen unter drei Jahren in Göttingen sind begehrt.

Aus der Fortschreibung der Kindertagesstättenbedarfsplanung für Göttingen geht hervor, dass es in den Bereichen Geismar, der Südstadt und der Oststadt eine Unterversorgung von Krippenplätzen gibt. Es fehlen allein in Geismar, bis 2021, 11 und in der Ost- und Südstadt jeweils 10 Krippenplätze.

Bei einer Begehung im Ortsteil Geismar wurden die Mitglieder der SPD-Ratsfraktion Göttingen darauf hingewiesen, dass sich die Stephanusgemeinde eine Erweiterung ihrer Kita mit Krippenplätzen gut vorstellen kann.

Nach § 24 Abs. 2 SGB VIII haben alle Kinder, die das erste Lebensjahr vollendet haben bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres Anspruch auf Förderung in einer Tageseinrichtung oder Kindertagespflege. Kinder, die das erste Lebensjahr noch nicht vollendet haben, sind zu fördern, wenn eine der Voraussetzungen des § 24 Abs. 1 Nr. 1 und 2 erfüllt ist.

Im Planungszeitraum (01.08.2015 - 31.07.2021) ist die Schaffung weiterer 187 Krippenplätze vorgesehen. Zum 01.08.2021 werden dann 1.665 U3-Betreuungsplätze zur Verfügung stehen. Demgegenüber werden 1.812 Plätze benötigt, was einem Bedarf für 60,6% aller unter Dreijährigen entspricht. Es fehlen demnach weitere 147 Plätze.

Um den Bedarf in Geismar zu decken sollte deshalb möglichst zeitnah mit den Planungen begonnen werden.

Begründung teilweise entnommen „Fortschreibung der Kindertagesstättenbedarfsplanung 2015-2021“