Gedenken neu gestalten

Die Verwaltung wird aufgefordert, die Denkmale und Erinnerungsorte an die Opfer von Kriegen in Göttingen systematisch und kritisch geschichtswissenschaftlich aufzuarbeiten. Die erforderlichen Haushaltsmittel für ein solches Gutachten als auch die notwendigen Mittel für die Sanierung, Unterhaltung und Anbringung von Erläuterungstafeln sind im Rahmen der Haushaltsberatungen 2017 vorzulegen.

Begründung:
In Göttingen gibt es zahlreiche Erinnerungsorte an die Opfer der Kriege des 19. und 20. Jahrhunderts. Einige wurden in den letzten Jahrzehnten entfernt, an andere Orte verbracht, umgestaltet (82er Denkmal) oder bereits mit zeitgemäßen Erläuterungstafeln versehen (Altes Rathaus, Südafrikadenkmal). Eine Gesamtschau dieser Denkmäler zeigt jedoch auch z.T. bauliche Mängel, zerstörerische Aktionen oder fehlende historische Einordnungen.

Dieses sollte Anlass sein, die Gedenkkultur der Stadt systematisch zu überprüfen und die Denkmäler insgesamt historisch neu zu bewerten sowie die Baumängel und Zerstörungen zu beseitigen.

In die Prüfung sollen u.a. folgende Denkmale einbezogen werden:

- Langensalza-Denkmal (Berliner Allee)
- Ehrenhalle im Bismarckturm
- Denkmal für das Regiment 91 (Theaterplatz)
- 82er Denkmal im Rosengarten
- Denkmale auf den städtischen Friedhöfen
- Denkmale in städtischen Gebäuden