Der Ritterplan ist und bleibt kein guter Standort für das Museum

 

Sylvia Binkenstein

 

„Die SPD-Ratsfraktion wird der Verwaltungsvorlage zum Bekenntnis des Museums am Standort Ritterplan nicht zustimmen,“ erklärt die baupolitische Sprecherin der Fraktion Sylvia Binkenstein. „Das nun vorgelegte Konzept ändert nichts daran, dass der Standort Ritterplan für ein Museum der falsche Standort ist.“

 
 

Tom Wedrins

In der Vorlage der Verwaltung geht es um die Beantragung von Fördergeldern in Höhe von 600.000 Euro, die ausschließlich in den Umbau des Verbindungsbaus für die Unterbringung der Kulturverwaltung aufgewandt werden sollen.

„Unsere größte Kritik ist aber, dass es keinen Vorschlag von der Verwaltung gibt, wie die standortbedingten Mängel behoben werden sollen, so bleiben die unterschiedlichen Geschoßhöhen zwischen und in den einzelnen Gebäuden und die zu kleinen Räume im Hardenberger Hof“, so Binkenstein.

„Unserer Erkenntnis nach verlangt der Denkmalschutz die Erkennbarkeit der ursprünglichen Raumstruktur. Deshalb können die Räume nicht ohne weiteres zusammengelegt werden. Ebenfalls fehlt der Platz für einen Museumsshop oder auch für ein Museumscafé. Diese sind unserer Meinung nach jedoch Bedingung für ein modernes Museum“, erklärt der Vorsitzende der Fraktion Tom Wedrins.

„Gegen das Bekenntnis spricht auch der finanzielle Aufwand für die Sanierung des Museums am Ritterplan. Die Gesamtkostenschätzung von ca. 12 Mio. Euro bezieht sich nur auf die Sanierung Dach und Fach ohne den Aufwand für die Ausstattung eines modernen Museums zu berücksichtigen. Selbst wenn man der Vorlage zustimmen würde, wäre eine Inbetriebnahme eines Museums erst in über zehn Jahren möglich, denn so lange wird es dauern, um die benötigten Fördermittel zu erhalten. Der finanzielle Aufwand ist nur schwer abzuschätzen und zu leisten und er bindet Mittel, die andere Investitionen in Göttingen erschweren“, so Wedrins.

Eigentlich reden wir über ein Finanzvolumen, dass längst für einen wahrhaft Innovationen Neubau mit ausreichenden Flächen reichte. Niemand weiß, was die Denkmalsanierung noch kosten wird,“ sind sich Binkenstein und Wedrins einig.

Da es keinerlei vernünftige Perspektive an dem Standort Ritterplan für ein Museum gibt, bleibt die SPD-Fraktion bei ihrer Ablehnung den Standort Ritterplan für ein Museum festzuschreiben.

 

 

 


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