Pistorius und Andretta informieren sich über Weender Freibad

 

Der Niedersächsische Innenminister Boris Pistorius und die stellvertretende Vizepräsidentin des Niedersächsischen Landtags Gabriele Andretta informieren sich bei Christian Henze über den Stand des Umbaus und die zukünftige Bewirtschaftung im Weender Freibad.

 

Text: Göttinger Tageblatt vom 12. Oktober 2017 - von Michael Caspar

Weende. „Es ist enorm, was unsere Vereine für ihre Stadtteile tun“, hat die Landtagsabgeordnete Gabriele Andretta (SPD) am Mittwoch in Weende erklärt. Gemeinsam mit dem niedersächsischen Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius (SPD), informierte sie sich über den Umbau des Weender Freibads.

 
 

„Empörte Bürger haben die Schließung des 1953 erbauten, aber nicht mehr so intensiv wie früher genutzten Bades verhindert“, erfuhr der Minister von Christian Henze, dem stellvertretenden SPD-Fraktionsvorsitzenden im Rat der Stadt. Ein Förderverein habe sich gebildet und gemeinsam mit dem Badbetreiber, der städtischen Göttinger Sport und Freizeit GmbH, ein Konzept für eine Umgestaltung des Bades entwickelt. Die Weender hätten so die Erhaltung von vier der acht 50-Meter-Schwimmbahnen sowie des Sprungturms durchgesetzt.

„Das Wasser, Quellwasser aus dem nahen Weendespring, wird biologisch gereinigt“, führte Henze aus. In kleinen Becken solle es sich erwärmen. Zum Freibad gehörten auch ganzjährig zugängliche Beachvolleyballbereiche und ein Matschspielplatz. Zwei Millionen Euro werde der Umbau kosten. Zudem seien zwei Funktionsgebäude auf dem 20 000 Quadratmeter großen Gelände geplant.

„Eins wird die Sport und Freizeit GmbH für weitere 1,4 Millionen Euro errichten“, sagte Henze. „Wir werden dort 800 Quadratmeter auf zwei Geschossen anmieten“, kündigte Christoph Hannig, der Vorsitzende des Tuspo Weende, an. Davon stünden 280 Quadratmeter für Fitnessgeräte zur Verfügung sowie 150 Quadratmeter für Yoga und Rückenschule. Der Verein reagiere mit diesen Angeboten auf den demografischen Wandel. „Den anderen Gebäudeteil mietet die Stadt an, um dort ein Jugendzentrum einzurichten“, kündigte Ratsmitglied Henze an.

„Das zweite Gebäude, ein Strandhaus, wollen wir für 4,2 Millionen Euro bauen“, sagte Eike Hillebrecht, der Geschäftsführer der Bäckerei Küster. Neben einem Kiosk für die Badbesucher werde es einen ganztägig betriebenen Restaurantbereich mit 170 Sitzplätzen, eine Lounge, einen Strandbereich mit Liegestühlen unter Palmen sowie einen Tagungsraum geben. Das Strandhaus werde sich auch für Hochzeiten oder Firmenfeiern mieten lassen. „Das stärkt das schwache gastronomische Angebot in Weende“, meinte Ortsbürgermeister Hans-Albert Ludolph (SPD). „Auf dem Gelände – außerhalb des Freibades – wird für 1,8 Millionen Euro auch das neue Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr Weende entstehen“, teilte die feuerwehrpolitische Sprecherin der SPD, Ratsfrau Helmi Behbehani dem Minister mit. 84 aktive Mitglieder habe die Wehr, deren altes Gebäude den heutigen Anforderungen nicht mehr entspreche.

„Das Bad soll im Mai 2018 eröffnet werden“, kündigte Henze an. Der Minister schaute verblüfft. Bisher steht keines der Gebäude. „Das ist sportlich“, räumte Küster-Geschäftsführer Hillebrecht ein. „Laden Sie mich zur Eröffnung ein, ich will auch im kommenden Jahr noch Innenminister sein“, so Pistorius.

 

 


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