Erfüllung der allgemeinen Schulpflicht in den Jugendwerkstätten

 

Frauke Bury

 

Die Fraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen bringen zur Ratssitzung am Freitag. 17. August 2018 einen Antrag zur Arbeit mit Schulverweigerern auf den Weg. „Unter dem etwas sperrigen Titel „Erfüllung der allgemeinen Schulpflicht in den Jugendwerkstätten“ versteckt sich eine wichtige Aufgabe der Jugendhilfe, erklärt die Schulausschussvorsitzende Frauke Bury. „Kein Jugendlicher darf unseres Erachtens seine Schullaufbahn ohne Abschluss beenden.

 

 „Deshalb fordern wir die Stadt auf, ab dem 1. Januar 2019 - zunächst für 4 Jahre - in den Jugendwerkstätten der Beschäftigungsförderung Göttingen (kAöR) (BFGoe) die Möglichkeit zu eröffnen, 15 Plätze für allgemeinschulpflichtige Jugendliche im Rahmen einer temporären Schulersatzmaßnahme zur Verfügung zu stellen,“ so Bury weiter.

Susanne Stobbe, im Fraktionsvorstand der GRÜNEN Ratsfraktion ergänzt: „ Ziel ist es, Jugendlichen in den Jugendwerkstätten durch Mitarbeit an „echten“ Aufträgen neu zu motivieren und sinnstiftend an Arbeit heranzuführen. Dadurch entsteht bei vielen Schüler*innen eine neue Motivation zum Schulbesuch und es wird ein Weg zu selbstbestimmter Lebensgestaltung geebnet. So ist im Anschluss entweder die Schulpflicht erfüllt oder die Reintegration in die Regelschule gelungen.“
Das Thema Schulverweigerung ist in den letzten 10 Jahren mehr in den Focus der Öffentlichkeit gelangt, auf unterschiedlichen Ebenen wird auf das schulverweigernde Verhalten von jungen Menschen reagiert. Stobbe: „Die Gründe für schulverweigerndes Verhalten sind sehr verschieden, vielschichtig und komplex. Schulverweigerndes Verhalten darf nicht auf medizinisch-psychologische Aspekte reduziert werden, sondern ist stets auch in komplexe gesellschaftliche Bedingungen eingebettet.  Ein schwieriger familiär-soziale Kontext in dem die Jugendlichen aufwachsen, ist häufig der Hauptgrund für schulverweigerndes Verhalten.“ „Hier soll mit kommunalen Mitteln aus dem Haushalt der Zielgruppe sozial benachteiligter und individuell beeinträchtigter junger Menschen ein Zukunftsangebot eröffnet werden,“ erläutert Bury abschließend.

 


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