Schmierereien an Göttinger Schulen

1. Gibt es in der Stadtverwaltung Erkenntnisse darüber, wie oft es zu Schmierereien in Schulen kommt? Wenn ja, welche Kosten entstehen jährlich um die Wände zu säubern?

In 2018 sind bislang drei Fälle von verunreinigten Wänden aufgetreten. Dafür sind bislang Ausgaben von rd. 800 € zur Beseitigung angefallen. In 2017 sind rund 20 Fälle aufgetreten, in denen Wände durch Graffitis verschmutzt worden. Die Beseitigung hat Ausgaben von rd. 7.400 € verursacht.

2. Welche Maßnahmen ergreift die Verwaltung zur Vorbeugung, damit es nicht zu Schmierereien kommt?

Die Graffitis werden konsequent und je nach Umfang teilweise im Rahmen eigener Kapazitäten entfernt.

3. Welche Möglichkeiten der Unterstützung haben Schulen um das Thema mit ihrer SchülerInnen aufzuarbeiten?

Es gibt in Bezug auf das Anbringen illegaler Graffitis hauptsächlich repressive Strategien (Polizei). Präventive Maßnahmen wären die Durchführung von Graffiti-Workshops, in denen künstlerisch und erzieherisch mit Jugendlichen gearbeitet wird. Es gibt jedoch kaum fundierte Kenntnisse, ob damit die Gruppe der bewusst illegalen Sprayerszene angesprochen wird oder illegale Graffitis tatsächlich signifikant verhindert werden. Zum Thema „Bekämpfung illegaler Graffiti" hat der Landespräventionsrat in Hessen in den letzten Jahren gearbeitet, dazu eine Arbeitsgruppe gegründet und eine „Arbeitsmappe zur Bekämpfung illegaler Graffiti" herausgegeben. In Bezug auf das Thema Rechtsextremismus sind hier vor allem das Netzwerk für Demokratie und Courage (NDC) zu empfehlen. Zudem können die jungen Menschen als Multiplikatoren ausgebildet oder Projekttage durchgeführt werden.