Schul-Umzüge müssen Probleme lösen und keine neuen schaffen

 

Frauke Bury

 

Sinnvolle Modifizierung des Schulentwicklungskonzeptes ist nötig: Schul-Umzüge müssen Probleme lösen und keine neuen schaffen!

Drei Jahre nach Antragsstellung durch SPD und Grüne im Rat zur Erstellung einer fundierten Zukunftsplanung für die Gebäude unserer Schulen ist das von der Verwaltung vor einem Jahr vorgelegte Konzept entscheidungsreif. Die Fraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen sind sich einig.

 

„Wir wollen das Schulstättenentwicklungskonzept gemeinsam beschließen“, so Frauke Bury (SPD) und Susanne Stobbe von den Grünen.

Nach Abwägung aller aktuell vorliegenden Gesichtspunkte und vielen Gesprächen mit den betroffenen Schulen kündigen die beiden Fraktionen jedoch einen Änderungsantrag an. „Viele der vorgeschlagenen Szenarien, vor allem den raschen Ausbau möglichst aller Grundschulen zu Ganztagsschulen, überzeugen und entsprechen unseren Vorstellungen von einer sozialen Weiterentwicklung der Göttinger Schullandschaft,“ so Stobbe und Bury einhellig. „Dem Vorschlag der Verwaltung, die beiden Standorte der Godehardschule in der Grätzelstraße zusammenzuziehen, werden wir jedoch nicht zustimmen. Ein solcher Umzug auf das Gelände der Geschwister-Scholl-Gesamtschule löst keines unserer schulräumlichen Probleme, wie z. B. in der Brüder-Grimm-Schule. Es werden im Gegenteil erhebliche Komplikationen und neue Unwägbarkeiten, z. B. für die Geschwister-Scholl-Schule, geschaffen.“

Stattdessen werden die beiden Fraktionen im kommenden Schulausschuss ihrer politischen Verantwortung für den zusammenhängenden Komplex Godehard-/Brüder-Grimm-/Geschwister-Scholl-Gesamtschule, gerecht. „Indem der Änderungsantrag nicht nur den Verbleib der Godehardschule II am Standort Albrecht-von-Haller-Straße fordert, sondern ebenfalls eine valide Prüfung der Kosten für einen Anbau an die Brüder-Grimm-Grundschule sowie die Initialisierung der lange überfälligen Sanierungen an der Geschwister-Scholl-Gesamtschule, handeln wir im Sinne der Eltern, Kinder und der Weiterentwicklung unserer vielfältigen Schullandschaft“, ergänzen Bury und Stobbe.

Gleichzeitig weisen die beiden Schulpolitikerinnen aber darauf hin, dass das Eingehen auf die sinnvollen pädagogischen Wünsche der Schulen, aber auch deren Beharren auf ihre alten Standorte, wie z. B. bei der Bonifatiusschule I, natürlich zu höheren Kosten für notwendige Um- und Neubauten führt. „Wir haben uns bei unseren Überlegungen nicht durch öffentlichen Druck beeinflussen lassen, sondern die unspektakulär vorgetragenen Wünsche wie z. B. bei der Brüder-Grimmschule genauso bewertet. Das nunmehr geschnürte, geänderte Paket wird aber dazu führen, dass die gestiegenen Baumaßnahmen über einen längeren Zeitraum gestreckt werden müssen, um die Investitionsfähigkeit der Stadt nicht zu überspannen“, resümieren Bury und Stobbe.

 


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