Ein Rückschritt – Aus Kostengründen wird die Buslinie zum Kehr eingestellt

 

Tom Wedrins

 

Das Naherholungsgebiet "Kehr" ist in der Göttinger Bevölkerung sehr beliebt. Die SPD-Fraktion hat mit einem Ratsantrag dafür gesorgt, dass ab 2017 nach langer Zeit während der Sommermonate wieder ein Stadtbus zu "Kehr" verkehrte. Zunächst im Probebetrieb für ein Jahr, wurde der Betrieb aufgrund des Zuspruchs aus der Bevölkerung auch 2018 fortgesetzt.

 
 

Volker Grothey

„Unserer Meinung nach ein Erfolgsmodell, sowohl für die Menschen als auch für die Umwelt, weil so langfristig weniger PKWs die Straße zum Kehr verstopfen“, so der SPD Fraktionsvorsitzende Tom Wedrins.

Auch in diesem Jahr sollte es nach Meinung der SPD-Fraktion weitergehen. Leider haben sich nun alle Parteien im Umweltausschuss am Dienstag dagegen entschieden. Einzig die SPD wollte die Anbindung mit dem Bus erhalten. "Wir hätten es gern weiterhin allen ermöglicht, den Kehr und das Kerstlingeröder Feld zu besuchen", so der umweltpolitische Sprecher Volker Grothey zur Motivation der SPD-Fraktion für diese Buslinie. „Mit relativ einfachen Maßnahmen hätte man den Betrieb fortsetzen können, das war leider nicht gewollt. Die SPD ist die einzige Fraktion, die den Fortbestand der Linie zum Kehr wollte. Dies wäre auch ohne Vollausbau der Straße möglich“, so Grothey weiter.

Die Buslinie sollte auch ein Umdenken bei der Mobilität fördern und dazu auffordern das Auto für den Wochenendausflug stehen zu lassen. „Das Votum der anderen Fraktionen im Umweltausschuss ist ein fatales Signal. Wir diskutieren über autofreie Innenstädte und nehmen gleichzeitig den Menschen die Möglichkeit, am Wochenende umweltfreundlich in eines der beliebtesten Naherholungsgebiete zu fahren“, wundert sich Wedrins. „Wir wollten aber auch Menschen ohne Auto oder mit körperlichen Gebrechen die Möglichkeit geben, den Kehr zu besuchen“, ärgert sich Wedrins.

 

 


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