Aus der Bürgerschaft wird, vermehrt Unverständnis über die zeitliche Überschneidung mehrerer Baustellen sowie über lange Bauzeiten geäußert. Dies führt zu Frustration und beeinträchtigt die Akzeptanz notwendiger Infrastrukturmaßnahmen.
Der Rat möge beschließen:
Die Verwaltung wird gebeten, im Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz und Mobilität über das aktuelle Baustellenmanagement in der Stadt insbesondere im Göttinger Westen und im Ostviertel zu berichten und konkrete Verbesserungsmaßnahmen darzustellen.
Begründung:
Derzeit kommt es im Westen der Stadt durch mehrere parallel laufende Baumaßnahmen zu erheblichen Einschränkungen im Verkehrsfluss. Unter anderem sind bzw. waren betroffen:
- der Bereich Godehardkreisel (mehrfach verlängerte Sperrung),
- die Martin-Luther-Straße (Sperrung bis voraussichtlich Ende August),
- der Autobahnzubringer (anhaltende einspurige Verkehrsführung),
- sowie aktuell angekündigte zusätzliche Einschränkungen in der Groner Landstraße,
- Sperrung des Friedländer Weg,
- Sperrung der Dahlmannstraße.
Diese gleichzeitigen Maßnahmen führen dazu, dass zentrale Nord-Süd- und West-Ost-Verbindungen nur eingeschränkt oder gar nicht zur Verfügung stehen. Insbesondere zu den Hauptverkehrszeiten kommt es zu erheblichen Rückstaus, von denen sowohl der Individualverkehr als auch der öffentliche Personennahverkehr betroffen sind. Auch Busse stehen regelmäßig im Stau, sodass die Attraktivität des ÖPNV in diesen Bereichen zusätzlich leidet.
Vor diesem Hintergrund stellen sich insbesondere folgende Fragen:
- Nach welchen Kriterien erfolgt die zeitliche Koordination paralleler Baumaßnahmen im Stadtgebiet?
- Wie wird sichergestellt, dass zentrale Verkehrsachsen nicht gleichzeitig in erheblichem Umfang eingeschränkt werden?
- Welche Möglichkeiten sieht die Verwaltung, Bauzeiten zu verkürzen oder Maßnahmen besser aufeinander abzustimmen?
- Inwiefern werden verkehrliche Auswirkungen im Vorfeld bewertet und in die Planung einbezogen?
- Welche konkreten Verbesserungen im Baustellenmanagement sind kurzfristig umsetzbar?
Ziel sollte es sein, durch eine optimierte Koordination die Belastungen für Bürgerinnen und Bürger, Pendlerinnen und Pendler sowie den ÖPNV deutlich zu reduzieren.
