SPD und CDU-Fraktion: Es gibt Nachbesserungspotential für das Rahmenkonzept „Ganztagsgrundschulen in Göttingen

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Presseinformation der SPD und CDU-Fraktion

Bereits jetzt bieten 19 von 20 Göttinger Grundschulen im Rahmen des offenen Ganztags die Möglichkeit einer Betreuung am Nachmittag an. Das Rahmenkonzept der Stadt Göttingen für eine Zusammenarbeit von Schulen, freien Trägern der Jungendhilfe und dem Schulträger ermöglicht den Einsatz von qualifiziertem Personal. „Wir sind froh, dass wir in Göttingen bereits jetzt prinzipiell dem Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung nachkommen. Göttingen hat in den letzten 10 Jahren ein gutes Ganztagsschulkonzept entwickelt, dass eine hohe Wahlfreiheit und Akzeptanz bei den Eltern genießt.“, erklärt die schulpolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion Insa Wiethaup.

Mit dem bundesweiten Rechtsanspruch ändern sich die rechtlichen Rahmenbedingungen. Eine Überarbeitung des Rahmenkonzeptes ist daher nötig. Es gibt jedoch noch viele offene Fragen, die vorab geklärt werden müssen.

Die Gespräche zwischen den Schulen und den Kooperationspartnern beginnen gerade erst. Welche grundlegenden Vorgaben in das Rahmenkonzept aufgenommen werden müssen und welche Gestaltungsfreiräume die einzelnen Grundschulen nutzen können, um ein qualitativ gutes Ganztagsangebot umzusetzen und zu finanzieren, muss in einem gemeinsamen Prozess abgestimmt werden. „Wir müsse alle Beteiligten, Eltern, Lehr- und Betreuungspersonal und natürlich die Kinder, in diesen Prozess einbinden. Nur so werden wir die aktuellen Herausforderungen gemeinsam lösen“, so die Schulausschussvorsitzende Wibke Günzler von der CDU.

Im letzten Schul- und Jugendhilfeausschuss hat das Haushaltsbündnis Beratungsbedarf angemeldet, um die Beschlussvorlage dahingehend zu ändern, dass das Rahmenkonzept zunächst nur den Rechtsanspruch ab 2026 abbildet. Über die bundesweite Vorgabe hinaus möchten wir, dass die gleichen Bedingungen für alle Grundschulkinder gelten, nicht nur für den ersten Jahrgang.

Zur bereits in der Beschlussfassung aufgenommene Einführung eines „Teilgebundenen Ganztagskonzepts“ für alle Göttinger Grundschulen, gibt es zurzeit noch keinen Zeitdruck, da vereinbart wurde dies frühestens 2027 umzusetzen. „Die vorgeschlagene Neukonzeption bietet für uns auf der einen Seite enorme Chancen, wirft aber auch erhebliche Fragen auf, die erst zufriedenstellend geklärt werden müssen“, so Wiethaup.

Wir fordern daher die Verwaltung auf, Schulen und Träger auf dem Weg der Neukonzeption durch bessere Kommunikation und mehr Transparenz gegenüber allen Beteiligten zu unterstützen. Als SPD- und CDU-Fraktion erwarten wir eine Sitzung, in der alle offenen und kritischen Punkte geklärt werden können.