SPD-Ratsfraktion Göttingen hocherfreut:Linienbegradigung der Busse über den Bahnhof vom Tisch – die Innenstadt wird weiter angefahren

Die SPD-Ratsfraktion Göttingen begrüßt die jüngsten Entwicklungen rund um den öffentlichen Personennahverkehr (GöVB) in unserer Stadt. Aus einer Presseerklärung der Stadt geht hervor, dass die Stadt Göttingen, als Aufgabenträgerin des ÖPNV, gemeinsam mit den Göttinger Verkehrsbetrieben (GöVB) entschieden hat, dass eine Alternative zur sogenannten Linienbegradigung der Linien 31/32, 34 und 80 ausgearbeitet werden soll. Hintergrund dieser Entscheidung ist die deutliche Kritik der GöVB-Kund*innen, insbesondere aus Weende, Grone und vom Klausberg, sowie die Rückmeldungen des Fahrpersonals, dass die bisher erarbeitete Variante die bestehenden Probleme nur teilweise löst.

Aus Sicht der SPD-Ratsfraktion sehen wir darin einen Schritt in die richtige Richtung: Mit einer echten Einbindung von Bürger*innen sowie Fahrer*innen kann eine Lösung entstehen, die sowohl die Lücken im Netz schließt als auch die Belastungen für die Fahrgäste und Fahrer*innen reduziert.

Statement von Volker Grothey, mobilitätspolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion und Aufsichtsratsmitglied in der GöVB: „Es ist bedauerlich, dass die Geschäftsführung der GöVB die Erfahrungen und Hinweise des eigenen Fahrpersonals bei der bisherigen Planung nicht ausreichend berücksichtigt hat. Wer täglich auf den Linien unterwegs ist, kennt die Schwachstellen im Netz am besten – dieses Wissen hätte von Anfang an einbezogen werden müssen. Wir erwarten eine Lösung, die den ÖPNV für alle Göttinger*innen verlässlicher macht. Die Berücksichtigung der Erfahrungen vor Ort – insbesondere aus Weende, Grone und vom Klausberg – ist unverzichtbar. Die neue Alternative muss zielgenau die Kritikpunkte adressieren und eine nachhaltige Verbesserung der Linienführung ermöglichen. Linien komplett streichen, ist vielleicht der einfachste Weg, aber nicht der sinnvollste.“

Seine Kollegin im Aufsichtsrat Elvan Tekindor-Freyjer erklärt: „Die Sicherheit und Zuverlässigkeit unserer Busverkehre stehen an erster Stelle. Es freut mich besonders, dass es aus den betroffenen Ortsteilen ein starkes bürgerliches Engagement gegeben hat und die Verwaltung umgehend darauf reagiert hat. Auch das jetzt eine Alternative erarbeitet werden soll, die die Nutzer*innen und das Personal sinnvoll einbindet, ist der Richtige Weg. Die SPD-Ratsfraktion erwartet, dass die GöVB-Geschäftsführung in enger Kooperation mit der Stadtverwaltung, dem Aufsichtsrat und dem Mobilitätsausschuss eine belastbare Alternative vorlegt. Ziel ist eine Verbesserung der Netzqualität, eine faire Lastenverteilung und eine klare Perspektive für den weiteren Ausbau des ÖPNV in Göttingen.“

„Als Aufsichtsratsmitglieder der GöVB müssen wir deutlich sagen: Mit der bisherigen Arbeit der Geschäftsführung in dieser Angelegenheit sind wir nicht zufrieden. Die Planung wurde ohne ausreichende Einbindung derjenigen vorangetrieben, für die der ÖPNV eigentlich da ist – die Fahrgäste. Wir wünschen uns für die Zukunft, dass die GöVB künftig stärker auf die Menschen zugeht, die täglich auf unsere Busse angewiesen sind. Nur wer zuhört, kann einen ÖPNV gestalten, der wirklich den Bedürfnissen der Göttinger*innen entspricht.“